Bei der Solarthermie wird aus der Sonnenenergie Wärme erzeugt. Diese kann für verschiedene Zwecke verwendet werden:


Näheres zu Sonnekollektoren bei
Wikipedia
Animation zur Verwendung von Sonnenkollektoren
Die folgenden Kraftwerkstypen arbeiten nur mit direktem Sonnenlicht
zufriedenstellend und sind wohl nur für südliche Breiten geeignet.
Durch die Erzeugung von hohen Temperaturen kann ein normales Dampfkraftwerk zur
Stromerzeugung nachgeschaltet werden, wozu aber evtl. zusätzlich
Kühlwasser benötigt wird. Die Kraftwerke benötigen im Gegensatz
zur Fotovoltaik entsprechend große Freiflächen, die wohl auch eher in
südlichen Flächenländern gegeben sind. Es werden auch Prototypen
mit Wärmespeicherung getestet, die es ermöglichen, eine Stromerzeugung
auch über Nacht aufrecht zu erhalten. Diese Kraftwerkstypen stehen noch am
Anfang der Entwicklung, man hofft jedoch langfristig eine Stromerzeugung zu
geringeren Kosten als bei der Fotovoltaik erreichen zu können.
Die Anlagen können weiterhin zur Meerwasserentsalzung eingesetzt werden,
welchen in trockenen Ländern von großer Bedeutung ist. Dabei spielt
die unregelmäßige Erzeugung keine Rolle, da das erzeugte
Süßwasser gespeichert werden kann.
Turmkraftwerke bestehen aus einem Feld von Spiegeln, die dem Gang der Sonne nachgeführt werden und das Licht auf die Spitze eines 50 - 170 m hohen Turms lenken. Dort entstehen im Brennpunkt der Spiegel Temperaturen bis zu 1200°, die neben der Dampferzeugung auch für technische Prozesse genutzt werden können. In Deutschland wurde gerade in Jülich ein Prototyp gebaut, es gibt aber auch Kritik an diesem Projekt. In Jülich werden durch ein rund 20.000 Quadratmeter großes Spiegelfeld die Sonnenstrahlen auf einen Empfänger an der Spitze eines 50 Meter hohen Solarturms gebündelt.

Parabolrinnenkraftwerke bestehen aus langen Reihen parabolisch gewölbter Spiegel, die das Sonnenlicht auf Absorberrohre in der Brennlinie der Spiegel konzentrieren. In den Rohren fließt ein Spezialöl, dass sich auf bis zu 400 Grad Celsius erhitzt. Das heiße Öl wird dann zur Erzeugung von Wasserdampf und letztlich elektrischem Strom verwendet.
Seit 15 Jahren leisten neun Kraftwerke in der Mojave-Wüste in Kalifornien zusammen 354 MW. Der Preis des erzeugten Stroms betrug zu Preis je kWh: Beginn 30 Ct, jetzt 12,5.

Aufwindkraftwerke nutzen die Eigenschaft, dass warme Luft nach oben steigt.
Zunächst wird eine große runde Fläche (Kollektor) mit Folien
oder Glas in z.B. 2 m Höhe überdacht. In der Mitte wird ein sehr hoher
Kamin erstellt. Durch die Sonneneinstrahlung wird die Luft erwärmt und
strebt in dem zentralen Kamin nach oben. Von den Rändern des Glasdachs
strömt Umgebungsluft nach, die ebenfalls erwärmt wird. So wird die
Sonneneinstrahlung zum "Motor" eines gleich bleibenden Aufwindes im
Kamin. Eine im Kamin eingebaute Turbine wandelt die Windenergie mittels eines
Generator in elektrische Energie um.
Eine Pilotanlage in Manzanares, südlich von Madrid, lief von Mitte 1986 bis
Anfang 1989 fast ohne Unterbrechung mit einer Spitzenleistung von 50 kW. Ihr
Kollektor hat einen Durchmesser von 240 Metern, der Kamin mit einem Durchmesser
von 10 Metern ist 195 Meter hoch. Wirtschaftlich arbeitende Anlagen sind nur im
großem Maßstab möglich und nur für südliche
Flächenländer geeignet. Zur Zeit wird in Australien ein solches
Kraftwerk gebaut. Der Turm soll 1000 m hoch sein und 123 m im Durchmesser
betragen, der Kollektor hat 5 km Durchmesser, die Leistung beträgt 200 MW.
(http://www.enviromission.com.au/IRM/content/home.html)
Näheres zur Hochtemperatursolarthermie unter http://www.solar-thermie.org
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